Wie man es auch nennt - die Hauptsache ist, wir sehen uns und können plaudern...
Im Jahre 723 kam Bonifatius hierher - vor 1.300 Jahren...
„Was fällt uns spontan zu Indien ein?“, fragte Roland Schippany die über 50 interessierten Gäste im Pfarrheim in Wabern zu Beginn der Vortragsveranstaltung. Kirchengemeinde und Kolpingsfamilie hatten Pater Simon zu einem Vortrag über seine Heimat Indien, dem Christentum in Indien, seinem Orden und seinen Werdegang bis zum Priester eingeladen. „Mahatma Gandhi – bevölkerungsreichstes Land der Erde – Bollywood-Filme – Tee und Gewürze – Hockeyspiel – hinduistische Baderituale im Ganges …….“, waren die Stichworte, die fielen, aber es sollte so viel mehr an Informationen an diesem gelungenen Abend folgen.
In drei Abschnitten brachte uns Pater Simon Raja Savariyar MSFS, wie er sich vollständig schreibt, sein Heimatland, die dortigen Religionen, seinen Orden und in einem speziellen Abschnitt seinen Heimatort, seine Familie und seinen Werdegang zum Priester näher.
So viele interessante Details waren in den Ausführungen von Pater Simon enthalten, dass man unmöglich an dieser Stelle diese auch nur annähernd wiedergeben könnte. Nur ein paar Kostproben:
Indien hat mit 1,4 Milliarden Einwohnern ca. 17-mal mehr Bewohner als Deutschland und ist flächenmäßig 9-mal größer!
Die Muttersprache von Pater Simon ist Tamil, deren „Alphabet“ ein Inventar von 247 Zeichen aufweist!
Pater Simon gehört dem Orden der Missionare des hl. Franz von Sales (lateinisch Missionarii S. Francisci Salesii de Annecio, Ordenskürzel: MSFS) an.
Dieser wurde 1838 im französischen Annecy von Pierre-Marie Mermier (1790–1862) gegründet. Ziele und Aufgaben sind die
In Indien sind zwar offiziell nur unter 3% der Bevölkerung katholisch, jedoch aufgrund der großen Einwohnerzahl sprechen wir von 20 Millionen Katholiken (!) im Land. Außerdem leben viele Katholiken ihren Glauben heimlich, da sie trotz Religionsfreiheit im Land mit Repressalien zu rechnen haben, sodass wahrscheinlich sogar von 5% Katholikenanteil ausgegangen werden kann.
Persönliche Bilder aus seinem Heimatort, seiner Priesterweihe am 14. April 2010 und seiner Familie rundeten den Abend atmosphärisch gelungen ab.
Herzlichen Dank an Pater Simon für den interessanten und kurzweiligen Abend!
Roland Schippany
© St. Peter, Fritzlar